Chancen für Erneuerbare Energien in Japan

Die Nuklearkatastrophe in Fukushima führt zur Neuausrichtung der japanischen Energiepolitik.

Die durch das Erdbeben vom 11. März ausgelöste Nuklearkatastrophe in Fukushima sendet ihre Stoßwellen bis tief in das Tokyoter Regierungsviertel „Kasumigaseki“. Die zunehmende öffentliche Verunsicherung in Bezug auf die Sicherheit der Atomkraft im Erdbebenland Japan veranlasste den ehemaligen Premierminister Kan dazu, den Langfrist-Energieplan der Regierung auf den Prüfstand setzen zu lassen.

Ursprünglich war geplant, im Jahr 2030 mehr als 50 Prozent des japanischen Strombedarfs aus AKW zu speisen. Bereits heute werden etwa 30 Prozent der Elektrizität in Nuklearreaktoren erzeugt. Atomkraft galt bis zum 11. März als günstig, sicher und sauber. Sie war ein wichtiger Faktor in Japans Bestreben, im Jahr 2030 seinen Kohlendioxisausstoß um 40 Prozent zu reduzieren.

Laut Japans Wirtschaftsminister Kaieda soll die Änderung des Energieplans CO2-neutral erfolgen. Eine Einschränkung der Kernkraftnutzung bedeutet daher, dass der Schlüssel zum Erreichen des CO2-Reduktionsziels neben der Energieeffizienz vor allem die Erneuerbaren Energieträger sein werden.

Die DIHKJ hat in einer Präsentation die Chancen für deutsche Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien zusammengestellt. Das wirtschaftliche Nutzpotenzial der Erneuerbaren in Japan liegt demnach bei mindestens 887 Gigawatt. Dies ist fast das Vierfache der aktuell installierten Stromerzeugungskapazitäten. Das größte Potenzial liegt in der Windkraft mit 590 Gigawatt, gefolgt von der Photovoltaik mit 225 Gigawatt.

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Bastian Lidzba
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