Messen in Japan

Messen spielen in Japan traditionell eine andere Rolle als in Europa oder anderen Märkten. Sie werden in erster Linie zur Kontaktanbahnung und Informationssammlung genutzt statt für den Geschaeftsabschluss. Ordermessen sind in Japan eher die Ausnahme. Auch über die zuweilen mangelnde Internationalität der Messen werden sich ausländische Besucher zunächst wundern. Dennoch sollten deutsche Anbieter das Messeinstrument nicht vernachlässigen. Internationale Leitmessen haben sich in der Automobilindustrie (Tokyo Motor Show), Halbleitertechnik (Semicon), Konsumelektronik (CEATEC) und im Werkzeugmaschinenbau (JIMTOF) etabliert und sollten deshalb im Kalender deutscher Firmen ihren festen Platz haben. Als globaler Trendsetter für Innovation und neue Technologien ist Japan gerade für High-Tech-Unternehmen von großem Interesse. So konnten Messen für Zukunftstechnologien (Nanotech, Biotech, Robotik, Energie, Umwelt) in den letzten Jahren stark wachsen. Die Professionalisierung im japanischen Messewesen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, zum Teil auch dank internationaler Veranstalter. So organisieren deutsche Messebetreiber etwa die Konsumgütermesse Ambiente und die Lebensmittelmesse Biofach jedes Jahr auch in Tokyo. Erstmals fand im Herbst 2006 auch die Designmesse Blickfang, wenn auch im kleinen Rahmen, in Tokyo statt. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert jedes Jahr eine Reihe von Messen in Japan. Deutsche Aussteller können sich dort auf Gemeinschaftsständen präsentieren. Die aktuellen Termine enthält der Messekalender. Wer einen Messeauftritt in Japan plant, sollte auf jeden Fall einen Partner vor Ort einschalten, die Besonderheiten des japanischen Messewesens kennt und mit den Geschäftsgepflogenheiten vertraut ist. DEinternational hilft Ihnen gerne weiter. Weiterführende Informationen enthält außerdem der Messeführer Japan.